Die Natur ist Borkums Schatz und Schutz
Die prächtige Inselnatur Borkums ist Schatz und Schutz zugleich. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich hohe Dünen entwickelt, als Folge davon konnten sich Feuchtgebiete und Sümpfe besser als auf den Nachbarinseln entwickeln.

Dies ist mit ein Grund, weshalb Borkum einen wesentlich höheren Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesen hat als die Nachbarinseln. Die Stadt mit den angrenzenden Weideflächen, der Hafen und das Flugfeld sind aus dem  Nationalpark herausgenommen. Die Badestrände sind als Erholungszone ausgewiesen und die Ruhezone und Zwischenzone schützen die Natur in ihrer ganzen Vielfalt.

Seit 1986 gehört Borkum zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Nationalpark ist 2400 Quadratkilometer groß und schützt einen Weltweit einmaligen Lebensraum. So viel Watt wie zwischen dem Festland und den Inseln ist nirgends. Und damit das so bleibt, gibt es Regeln. Eine davon: Vogelsiedlungen und ruhende Seehunde sind tabu.

Eine andere: Hunde gehören an die Leine, ob am Strand oder in den Dünen. Überhaupt: die Dünen! Da führen herrliche Reit- und Wanderwege durch. Die sorgen dafür, das niemand querfeldein geht. So können Strandhafer und Krähenbeerheide in Ruhe wachsen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern hindert auch den kostbaren Dünensand daran, zu wandern oder bei Sturm einfach wegzufliegen.

Auch die vielen Pflanzenarten mit der Vorsilbe Strand - aster, -distel,-nelke oder mit der Vorsilbe Salz-melde und -miere oder mit der Vorsilbe Sand- dorn,-veilchen u.v.a. sind typisch für die Natur auf der Insel. Und in dieser herrlichen Vegetation sieht man Kaninchen, Hasen und Rehe. Herrlich gleiten die Möwen im Aufwind der Dünen, die Seeschwalben an der Wasserlinie entlang. Die Austernfischer stochern nach kleinen Muscheln, Rotschenkel und Regenpfeifer erkennt man an ihrem Aussehen und dem Pfeifen und stolz schreitet der Große Brachvogel über die Salzwiesen.

Auf Borkum wurden über achtzig Brutvogelarten gezählt. Erlebt werden können viele Vogelarten in der Greune Stee, ein bewaldetes Gelände, das aus Moorbirken, und Grauweiden, südöstlich der Stadt Borkum, besteht. Von den Wanderwegen aus, lässt sich die Greune stee sehr gut beoabachten. Ein schöner Wanderweg führt durch die Süd- und Woldedüne auf den Strand hin und dann in die Stadt zurück.

Diesem landschaftlich wunderschönem Gebiet ist die Ronde Plate vorgelagert. Ein ausgedehntes Wattengebiet das in Richtung Leitdamm und Yachthafen zusehend versandet. Nordöstlich der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Waterdelle. Das ca. 87 ha große Areal weist einen vermoorten und verschilften Flachwasserteich aus und ist von Gebüschen umgeben. Das Muschelfeld war ein Strandsee. Bei Sturmfluten wurder der See mit Schill gefüllt. Insulaner haben Schill gesammelt und zu Mörtel verarbeitet. Das Muschelfeld wird durch einen Dünenwall vom  Meer getrennt.

Die Natur ist Borkums Schatz und Schutz. Sie ist alles auf einmal: schön und nützlich, vielfältig und klug aufeinander abgestimmt, erholsam und empfindlich. Darum verdient sie besonderen Respekt. Denn je sorgsamer man mit ihr umgeht, desto mehr kann man sie genießen.

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