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Menschen mit Behinderung stehen nicht am Rande der Gesellschaft, sondern mitten drin. Jeder Mensch, der behindert ist, muss genau so teilhaben können an Bildung, Beruf und am gesellschaftlichen Leben, wie jeder andere in dieser Gesellschaft. Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann. Für zahlreiche der insgesamt etwa sechs Millionen Schwerbehinderten in Deutschland ist Urlaub fast noch ein Fremdwort, denn viele von ihnen müssen schon zu Beginn ihres Urlaubs mit einer nicht enden wollenden Planung kämpfen, um nicht bereits an den alltäglichen Barrieren zu scheitern. Denn ob es der Weg ins Flugzeug oder die für den Rollstuhl zu enge Hoteltoilette ist: Vieles will bedacht und vor der Reise abgeklärt werden. Unser Ziel auf Borkum ist es, das Reisen für behinderte Menschen ebenso wie für Nichtbehinderte zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen, damit der Inselurlaub als Erlebnis und Erholung ermöglicht wird sowie der ohnehin beschwerliche Alltag alsbald vergessen wird. Dann dürfte auch für sie ein traumhafter Urlaub auf unserer Hochsee- Insel Borkum endlich Wirklichkeit werden. Rollstuhlfahrer Borkum ist für Rollstuhlfahrer geeignet, da die Stadt Borkum seit Jahren Bürgersteige abgesenkt und die Zuwegung zur Promenade und zum Strand barrierefrei gestaltet hat sowie grundsätzlich ein weitgehend barrierefreies Urlaubsziel ist. Wichtig zu bedenken sind eventuelle Pannen, die den Rollstuhl direkt betreffen (Ersatzteile und Pannen - Set), oder die Planung von Ausflügen am Urlaubsort, die möglichst ebenfalls barrierefrei zu gestalten sind. Bei einer Flugreise gilt eine möglichst frühe Buchung bei der OLT in Emden und der detailgenaue Informationsaustausch über Art und Weise der Behinderung mit dem Anbieter, da dieser mit Personal und eigenen Hilfsmitteln den reibungslosen Ablauf des Transports vorbereiten muss. Bahnreise Bei der Buchung eines Zuges sollte bereits auf dessen behindertengerechte Ausstattung geachtet werden. Weiterführende Informationen erhält man vor Ort in den Bahnhöfen oder unter der Rufnummer des ReiseServices und der Mobilitäts Service Zentrale, die sowohl Auskünfte zu den gebuchten Zügen wie auch zu den Beschaffenheiten des Bahnhofes am Abfahrts- und Zielort geben können. Auf Borkum ist die Borkumer Kleinbahn für den Transport vom Fähranleger bis zum Ort zuständig. Für Rollstuhlfahrer steht eine Rampe zur Verfügung, über die der Behinderte durch Mitarbeiter der Kleinbahn in den Waggon geschoben wird. Schiffsreise Die Fähren der Reederei AG Ems sind uneingeschränkt für Reisende mit einer Behinderung geeignet. Es gilt, sich im Vorfeld der Reise bei der AG Ems zu erkundigen, welche Fähre wann fährt. Auf den Schiffen gibt es Unterschiede. Katamarane werden über angelegte Laufstege begangen. Autofähren über rollstuhlgerechte Laufbrücke. |
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Im Gezeitenland gibt es die Möglichkeit, sich einen Rollstuhl für das Bad zu leihen. Außerdem stehen am Strand spezielle Ballon-Rollstühlen zur Verfügung, mit denen es möglich ist, bis ins Wasser zu fahren (Information an den Bademeister-Stationen des Süd- und Nordbades). Darüber hinaus gibt es auf der Insel einen Rollstuhl-Verleih, damit Behinderte ein ungetrübtes Urlaubsvergnügen erleben können: Nordsee-Apotheke, Neue Straße 2, Tel (04922) 818. Borkum ist stolz auf seinen Strandübergang: Er kann problemlos von Rollstuhlfahrern passiert werden. Spezielle Parkplätze und Strandkörbe für Behinderte halten die Wege so kurz wie möglich. Am Strand und im Ort stehen darüber hinaus überall Behindertentoiletten zur Verfügung, so dass der Weg im "Notfall” nie weit ist. |
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Diabetiker Wichtig für Diabetiker ist in erster Linie die ausreichend ausgestattete Reiseapotheke, die alle Medikamente, sowie ausreichende Mengen an Insulin enthalten sollte. Dieses sollte möglichst kühl aufbewahrt werden, wobei die Lagerung im Kühlschrank nicht unbedingt erforderlich ist, sondern lediglich eine Überhitzung vermieden werden sollte. Empfohlen wird weiterhin im Handgepäck eine ausreichende Menge an kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln zu verpacken, die zum Einsatz kommt, wenn eine eingeplante Mahlzeit sich verzögern oder gar ausfallen sollte, oder bei ersten Anzeichen von Hypoglykämien. Auch das Mitführen eines internationalen Diabetiker-Ausweises verhindert Mißverständnisse sowohl beim Mitführen der Diabetiker-Ausstattung und eventuell auftretenden Notfällen, da dieser in 24 Sprachen übersetzt wurde. Eine Checkliste für die Reiseapotheke der Diabetiker, sowie wertvolle Reisetipps von der Diabsite helfen die Reiseplanung zu vervollständigen. Sehbehinderung Oft unverzichtbar für blinde Urlauber ist eine Begleitperson, die die Reise und den Aufenthalt mit durchführt oder die komplette Organisation der Unterkunft mit Routenplanung der Anreise mitorganisiert und die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung auf Borkum erkundschaftet. Allergiker Das gesunde Reizklima der Insel Borkum, erleichtert Allergikern das Aufatmen. Auf Borkum unter den zahlreichen Unterkunftanbietern lassen sich auch solche finden, die allergenarm ausgestattet sind. Neben den Informationen zu den klimatischen Bedingungen über Borkum, sind auch die Gegebenheiten in der Urlaubsunterkunft in Erfahrung zu bringen, potentielle Allergieauslöser zu beseitigen und allergikergeeignete Unterkünfte vorzuziehen. Erkundigungen über mögliche Verpflegungsangebote sollten auch von Selbstversorgern eingeholt werden, damit der Restaurantbesuch nicht zum Alptraum wird. Selbstverständlich ist die eigene ausreichende Versorgung mit Medikamenten für den Alltag und auch an Notfälle sollte gedacht werden, bei denen ein mitgeführter internationaler Allergieausweis hilfreich ist. Geistig behinderte Menschen. Für stark geistig- und körperlich Behinderte ist ein Urlaub alleine kaum vorstellbar. Meist sind sie auf eine Begleitperson angewiesen, die die Reise mit durchführt und auch Unterkunft und Anreise organisiert. Die Tourist-Information hilft bei der Vermittlung von Unterkünften für diese Gruppe der Reisenden, so weit dies erforderlich ist. Hörbehinderung Auf den ersten Blick scheinen hörbehinderte Menschen keine gravierenden Schwierigkeiten mit ihrer Urlaubsplanung und einem Aufenthalt auf Borkum zu haben. Doch der Schein trügt. Schwerhörigkeit oder Ertaubung sind unsichtbare Behinderungen, unter denen die Betroffenen nicht so sehr leiden, wie am falschen Verhalten ihrer Mitmenschen zu ihnen. Jede Begegnung und Kommunikation innerhalb einer Gesellschaft ist mit Sprache verbunden. Fehlt diese Möglichkeit kommt es zum Rückzug und zur Isolation. Um diesen Verlauf zu verhindern versuchen wir auf Borkum bestimmte Umgangsformen einzuhalten, die das Miteinander von Hörbehinderten und nicht Behinderten erheblich erleichtern. |
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