Buse scheint prädestiniert für das Amt der Inselbotschafterin. Schon viele Sommer ihrer Kindheit verbrachte die Saarländerin auf Borkum und hat mittlerweile das Gefühl „nach Hause zu kommen“, wenn sie die Insel betritt. Als Botschafterin möchte Buse ein Aushängeschild für die Ostfriesischen Inseln sein und möglichst viele Menschen mit dem „Insel-Virus“ infizieren. Dies gilt insbesondere für ihr persönliches Umfeld im Saarland. Dort wird sie mittlerweile schon „Krabbenkönigin“ genannt und muss mit abstrusen Vorurteilen aufräumen. So glauben viele Saarländer, dass es an der Nordsee permanent regne. Da kann Buse selbstverständlich reichlich Aufklärungsarbeit leisten. Ihren Mann, den sie liebevoll als „Südseeschwalbe“ bezeichnet, hat sie derweil von der Insel im Hochseeklima überzeugt. Er bucht die gemeinsamen Borkum-Urlaube inzwischen schon ein Jahr im Voraus. Auch drei befreundete Ehepaare entspannen regelmäßig im Hochseeklima.
Als Repräsentantin der sieben Inseln führt Buse stets Visitenkarten, Informationsmaterial und Aufkleber mit sich und nutzt jede Gelegenheit, um auf das Inselparadies im hohen Norden aufmerksam zu machen. So hat sie im Rahmen eines Thailand-Aufenthalts auch die Deutsche Botschaft mit Informationsmaterial ausgestattet. In einem Blog (echtundklar.de/botschafter) schreiben Buse und die anderen Botschafter über ihre Erlebnisse und Tätigkeiten. Die Saarländerin hat schon viel auf die Beine gestellt: Im Rahmen eines Empfangs im Saarbrücker Rathaus konnte sie Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, die noch nie an der Nordsee war, mit ausführlichen Erzählungen neugierig auf die Inseln machen. Anschließend durfte sich die Botschafterin ins Goldene Buch der Stadt eintragen.
Die Saarländer Haus- und Hofkonditorei Steigleier hat die einfallsreiche Lehrerin dazu angeregt, leckere Hefeleuchttürme in inseltypischer Verpackung auf den Markt zu bringen. Diese sind zu Beginn der Sommerferien - selbstverständlich nicht ohne Info-Material zu den Ostfriesischen Inseln - über die Ladentheke gegangen. Eine weitere Aktion ist eine Brieffreundschaft mit der Borkumer Schule, die zurzeit allerdings ein Kollege betreut, da sich Buse momentan in Elternzeit befindet. Die Saarländerin hat vor einigen Monaten zwei Kinder adoptiert und so war die sympathische Familie in diesem Sommer zum ersten Mal zu viert auf Borkum. Dabei hat Buse die Insel wieder durch Kinderaugen gesehen und festgestellt, dass Borkum für die Kleinen viel zu bieten hat: Die beiden fühlten sich pudelwohl und hatten ihren Spaß beim Spielinsel- und Promenadenfest sowie den zahlreichen Angeboten der Strandanimation.
Die örtlichen Medien wie die Saarbrücker Zeitung sind angetan vom Engagement der Botschafterin und haben schon über ihre Aktionen berichtet. Wenn der „Insel-Virus“ dort weiterhin so engagiert verbreitet wird ist es durchaus möglich, dass die Borkumer bald zunehmend Gäste mit saarländischem Dialekt auf der Insel begrüßen dürfen.