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Strand 1

175 Jahre Nordseeheilbad Borkum

Fotoausstellung

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden auf Borkum getrennte Badebereiche für Damen und Herren, bis 1904 mit dem Familienbad erstmals gemeinsames Baden erlaubt wurde – ein fortschrittliches Angebot für die damalige Zeit. Heute ist das gemeinsame Strandvergnügen für alle selbstverständlich.

Strand 1

Ab dem Ende des 19. Jahrhundert entwickelte sich das Baden im Meer zu einem wichtigen Bestandteil des Kurbetriebs auf Borkum. Damals war es jedoch üblich, Männer und Frauen beim Strandaufenthalt streng zu trennen. So entstanden auf der Insel getrennte Badebereiche. Der Damenbadestrand lag um 1900 auf der Höhe des heutigen Gezeitenlandes. Weibliche Gäste blieben hier unter sich. Das Herrenbad befand sich unterhalb des heutigen Hotels Hohenzollern. Jungs und Männer genossen hier das Bad in der Nordsee. Im Sommer 1904 beschloss die Borkumer Badekommission erstmalig die Einrichtung eines Familienbades. Unterhalb der Wilhelmshöhe konnten Damen, Herren und Kinder gemeinsam baden – ein für die damalige Zeit fortschrittliches Angebot. Die Badezonen waren einst durch Schilder und Badeordnung streng geregelt. Besonders beliebt waren die Badekarren, mobile Umkleidekabinen auf Rädern, die den Gästen einen diskreten Einstieg ins Wasser ermöglichten. Mit der Zeit und dem gesellschaftlichen Wandel verlor die strikte Trennung an Bedeutung, und die Strände wurden zunehmend für alle Badegäste geöffnet. Heute gehört es zur Normalität, dass Frauen, Männer und Kinder gemeinsam baden.