×

Strandkörbe und -zelte

175 Jahre Nordseeheilbad Borkum

Fotoausstellung

Strandzelte und -körbe prägen seit über 175 Jahren das Bild der Borkumer Strände – während Strandzelte um 1900 die Körbe vorübergehend verdrängten, kehrten diese ab den 1980er-Jahren in bunter Vielfalt zurück.

Strandkörbe und -zelte

Strandzelte und -körbe gehören untrennbar zur Borkumer Strandkultur und spiegeln die über 175-jährige Geschichte des Nordseeheilbades wider. Bereits auf alten Postkarten aus den 1890er-Jahren sieht man elegante Badegäste in Strandkörben entspannen – stilvoll, geschützt vor Wind und Sonne. Doch schon um die Jahrhundertwende änderte sich das Bild: Die praktischen und farbenfrohen Strandzelte begannen, die Körbe zu verdrängen und entwickelten sich bald zum Wahrzeichen des Borkumer Strandes. Die Zelte boten gleich mehrere Vorteile: Sie waren geräumig genug für zwei Personen, boten Schutz vor Regen und Wind, ermöglichten diskretes Umkleiden und erlaubten das sichere Verstauen von Kleidung und Habseligkeiten. Für viele Kinder wurden sie durch ihre bunten Stoffe außerdem zur wertvollen Orientierungshilfe am weiten Strand. Ihre bis heute nahezu unveränderte Bauweise zeigt, wie durchdacht die Borkumer Erfindung von Anfang an war.

Erst ab den 1980er-Jahren kehrten die modernen Strandkörbe in größerer Zahl zurück – anfangs noch schlicht in Weiß, später in ebenso fröhlichen Farben wie die Zelte. Heute ergänzen sich beide perfekt und verleihen dem Nord- und Südbad ihren ganz besonderen, maritimen Charme. Ein liebevoller Brauch entwickelte sich ebenfalls früh: Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Familien, rund um ihre gemieteten Strandplätze fantasievolle Sandburgen zu bauen. Verziert mit Muscheln, Flaggen oder bunten Fähnchen, sorgten sie nicht nur für kreative Familienzeit, sondern auch für echte Hingucker am Strand.