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Borkums Gerichte – Borkums Geschichte

Borkums Gerichte-Borkums Geschichte

Eine kulinarische Zeitreise vom 22. Februar bis 29. März


Auf eine Reise in die Vergangenheit nehmen Insulaner vom 22. Februar bis 29. März ’20 Borkumer und Gäste mit, zeigen wo und wie auf Borkum Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde und was in den „olden Tieden“ in die Töpfe kam, erzählen, wie und wovon sich die Walfänger auf ihren langen Fahrten gen Grönland ernährt haben.

Gerade die Insellage stellte die Bewohner damals vor besondere Herausforderungen. Ohne eine regelmäßige Anbindung an das Festland waren die Borkumer meist Selbstversorger. Lange Zeit waren breiige Suppen und Eintöpfe, deren Zubereitung sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat, die Hauptmahlzeiten der Insulaner. Typisch war die Verwendung von vielen Hülsenfrüchten, wie getrockneten Bohnen, von Fisch, Speck und Pökelfleisch. Frisches Fleisch gab es nur in den Wintermonaten, wenn geschlachtet wurde. Fisch und Muscheln wurden dagegen häufiger gegessen. Zu dieser Borkumer Esskultur bietet das Heimatmuseum Borkum in dem Veranstaltungszeitraum spezielle Führungen an. Darüber hinaus gibt es dort zahlreiche Informationen über das Leben auf der Insel und die Entwicklung Borkums vom Fischer- und Bauerndorf zu einem modernen Seebad. Ergänzend können Inselbesucher bei Stadtführungen vor Ort erfahren, was früher auf der Insel angebaut wurde, welche Nutztiere gehalten wurden, wo gemolken und geschlachtet wurde.

Rund um “Borkums Gerichte – Borkums Geschichte” geht es in der urigen Atmosphäre der Hafenkneipe Mackie Messer weiter. Dort liest der Borkumer Stadt- und Wattführer aus dem neusten Buch des Autoren-Duos Peter de Buhr und Frieder Grävemeyer. Anschaulich wird unter anderem über die Verpflegung und Essgewohnheiten der Walfänger berichtet. In dem einmaligen Ambiente vom “Geeske und der swarte Roelf”, mit Blick auf den Strand, berichet Inselschäfer Christoph Müller Interessantes und Kurioses aus seiner Schnuckenschäferei, gut vermischt mit einer Prise Seemannsgarn. Gottfried Sauer lädt zur traditionellen Teezeremonie ins Toornhuus ein. Die typisch ostfriesische Teestunde im ehemaligen Wohnhaus der Leuchtfeuerwärter mit viel Wissenswertem rund um das Thema Tee sollte sich niemand entgehen lassen.

Neu im Programm ist die Kneipentour “Up Landgang” mit Udo Kaja. Als “alter Seebär” weiß der Borkumer ganz genau, wie herrlich es ist in einem sicheren Hafen anzulegen, um sich in urigen Kneipen zu amüsieren. Viele Geschichten rund um Borkum und dem Meer hat der erfahrene Seemann zu berichten.

Rezepte aus den Inselküchen, gesammelt und ausprobiert von den Mitgliedern des Kookklöttjes vom Heimatverein Borkum, veröffentlicht im Veranstaltungszeitraum die Borkumer Zeitung. „Smakelk Eeten – Traditionelle Borkumer Küche”, heißt das Kochbuch und lädt zum Nachkochen und Nachlesen ein. Das Nationalpark-Feuerschiff “Borkumriff” gewährt einen Einblick in die Schiffskombüse und lädt ein zu einer Exkursion ins „Kulinarische Wattenmeer“. Der strandnahe Gang handelt vom harten Inselalltag früherer Selbstversorgung bis hin zur Rückbesinnung auf Traditionelles im heutigen Weltnaturerbe. Naturerlebnisse sind da garantiert.

In den einladenden Restaurants und Cafés kann daraufhin „dat smakelk Eeten“ probiert werden. Hier lernt man die klassischen Borkumer Gerichte sowie moderne kulinarische Kreationen mit regionalen Zutaten kennen wie lieben. Die Küchenchefs und Bäckermeister der Insel haben sich von alten Rezepten inspirieren lassen und bieten vielerlei Köstlichkeiten wie Fischsuppe, Nordseekrabben-Cocktail, Steckrübensüppchen, Salzfleisch-Carpaccio, Sniertjebraten, Seelachsfilet, Schmorbraten vom Deichrind, Ostfriesische Waffeln, Sanddorn-Crema-Catalana und “Börkumer Walkinnladen”.

Zu “Borkums Gerichte – Borkums Geschichte” gehört seit Jahren der inzwischen legendäre „Moije Avend tüskendör“ – ein schöner Abend zwischendurch. Dazu lädt die „Borkumer Gastlichkeit“ am 14. März ab 18 Uhr mit Unterstützung des Heimatvereins und der Nordsseheilbad Borkum GmbH herzlich ins Heimatmuseum „Dykhus“ ein. In dem liebevoll restaurierten Gulfhaus, das seit 1958 vom Heimatverein als Museum geführt wird, präsentiert sich „Borkumer Gastlichkeit“ mit Albertus Akkermann und seinem Schifferklavier, Borkumer Trachten, Ditjes un Datjes sowie „ein Kluckje tau drinken un ein Happke tau eeten“. Der Eintritt ist frei, die angebotenen Speisen sind kostenlos.

Weitere Informationen findet man auf borkum.de, auf der Facebook-Seite „Borkums-Gerichte-Borkums Geschichte“ und in dem Prospekt, erhältlich in den teilnehmenden Betrieben und der Tourist-Information auf Borkum.