Vier Wege führen nach Borkum

Die Anreise nach Borkum als erstes Urlaubserlebnis

von Daniela Kastrau| 23. November, 2019

Mit der Anreise nach Borkum beginnt der Urlaub. Eine Insel und vier Möglichkeiten, sie zu erreichen. Die Wahl des Transportmittels sagt bereits viel darüber aus, wie eilig man es hat oder ob man bereits auf eine Entschleunigung vom Alltag eingestellt ist.


Doch alle Möglichkeiten eint ein Ziel: Den “schönsten Sandhaufen der Welt” zu erreichen 😊

Ab Emden bieten sich gleich drei Varianten, die Insel zu bereisen. Der schnellste Weg ist die Flugverbindung mit der OFD ab Emden. In rund 15 Minuten fliegt man im Sichtflug von Emden zum Flugplatz Borkum. Wenn die Sonne scheint, fangen sich die Strahlen im Meer. Bei Ebbe zeigen sich die Priele von ihrer schönsten Seite und das Watt glitzert, dass man meinen könnte, die Sterne unter sich funkeln zu sehen. Das eigene Gepäck darf bei dem Flug nicht zu groß sein und es ist von Vorteil, wenn man sich bereits während des Fluges ein Taxi über den Piloten und den Tower bestellt. Meistens klappt das sehr gut.

OFD Flugzeug, Fotoquelle www.flickr.com

Wer sich bei der Anreise nach Borkum mehr zurücklehnen und die Zeit der Überfahrt mit viel Power unter dem Bug genießen mag, der ist auf dem Katamaran „Nordlicht“ genau richtig. In knapp 60 Minuten düst der Katamaran mit 38 Knoten und 2x 2.774 PS über die Nordsee. Ein wenig laut, doch wunderschön ist dabei ein Besuch auf das Außendeck. Hier weht einem der Fahrtwind um die Nase und der erste Salzgeruch lässt mich jedes Mal tief durchatmen. Ein Gefühl von Ankommen macht sich breit und bald schon ist der Urlaub oder auch Heimkommen in Sicht.

Katamaran Nordlicht (Foto AG Ems)

Der Katamaran macht im Winter eine Fahrpause, Ausnahmen gibt es zu den Stoßzeiten, z.B. über Weihnachten/Silvester – wenn das Wetter es zulässt.

Nun sind wir schon bei Variante drei der Anreise: Die Fähre. Die Fähre ist das Synonym für Entschleunigung, Sie bringt einen mit rund 16 Knoten zuverlässig 365 Tage im Jahr auf die Insel, nur besonders starke Wind- und Wetterverhältnisse können sie aufhalten. Auf der Fähre lässt es sich gut aushalten. Verschiedene Sitzbereiche laden zum Verweilen ein. Besonders schön ist das große Außendeck, auf dem sich schon so mancher Passagier den ersten Sonnenbrand holte – bei dem Fahrtwind neigt man dazu, die Kraft der Sonnenstrahlen zu unterschätzen. Ungefähr 120 Minuten dauert die Fahrt im Schnitt. Zeit genug, das vorbeiziehende Eemshaven, Segelboote und Fischerkutter im Blick zu behalten. Wenn ich mal wieder länger in der Stadt war liebe ich es, die salzhaltige Luft zu atmen und sich sofort wieder frei zu fühlen. Spätestens jetzt weicht Anspannung der Entspannung, wird der Blick frei für die Weite und der Kopf bereit für die Inseltage. Und wer nach der Anfahrt Richtung Emden Hunger entwickelt hat, an Bord gibt es neben den üblichen Snacks saisonale Gerichte wie z.B. Grünkohl. So kommt man nicht nur entspannt, sondern auch gestärkt auf der Insel an.

Fähre nach Borkum (Foto AG Ems)

Wer nicht mit dem Zug nach Emden reist, sondern die Anfahrt mit dem Auto wählt, dem eröffnet sich noch ein weiterer Weg: Die Fähre ab Eemshaven (NL). Nur 50 Minuten Fahrt und schon legt die Fähre am Hafen von Borkum an. Eine Anmerkung am Rande: Eine ideale Verbindung übrigens, wenn man von Borkum mal einen Tagesausflug nach Groningen (NL) plant. Die Bahnverbindung der Arriva NL bringt den Besucher direkt vom Hafen aus in das wunderschöne Städtchen Groningen – und dies in knapp 55 Minuten. Einen Tag in den Gassen flanieren, das Shoppingherz glücklich machen oder aber auch in einem der zahlreichen gemütlichen Cafés Menschen beobachten – herrlich!

Aber zurück zur Anreise. Unabhängig davon, welchen Seeweg Sie wählen, alle Varianten mit der AG Ems enden am Hafen von Borkum, an dem das Highlight der Anreise zu finden ist: Die Borkumer Kleinbahn, eine Schmalspurbahn mit einer Schienenbreite von 900 mm. Im alltäglichen Personenverkehr ziehen Dieselloks die farbenfrohen Wagen vom Hafen in den Ort. Hoher Beliebtheit erfreuen sich die Dampflokomotiven der Borkumer Kleinbahn, die teilweise nicht nur im Ausflugsbetrieb eingesetzt werden. Eine Fahrt mit der Borkumer Kleinbahn gehört einfach zum Inselurlaub dazu, sie bildet den Start und das Ende einer jeden Urlaubsreise.

Kleinbahn, Fotograf Jürgen IlchmannDie offenen Einstiegsplattformen verfügen an der Stirnseite über Sitzbretter, die die Gäste bei schönem Wetter zum Verweilen einladen. Der Innenraum folgt ebenfalls der Aufteilung nach dem historischen Vorbild mit Längs- und Quersitzen, was einem im ersten Augenblick etwas ungewohnt vorkommt. Verglichen mit den Bahnen auf dem Festland. Zwei Sonderwagen sind als Mehrzweckfahrzeuge eingerichtet und sind primär für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Kinder- und Bollerwagen vorgesehen. Genau zwei Haltestellen fährt die Kleinbahn auf dem Weg vom Hafen, die Salzwiesen entlang, an der Greune Stee vorbei und Richtung Städtchen an. Stopp 1 ist der Jakob-van-Dyken-Weg, einem Wohngebiet mit zahlreichen Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Halt 2 markiert zugleich den Endhaltepunkt, den Bahnhof von Borkum im Inselzentrum.

Einmal im Ort angekommen ist man sich endgültig bewusst, dass der Urlaub eingeläutet ist. Der Charme des Inselkerns, die Bodenständigkeit und die Nähe zum Meer sind bereits deutlich wahrnehmbar.

Die Anreise nach Borkum ist bereits das erste Urlaubserlebnis und macht immer wieder Freude, welchen Weg man auch wählt. Hauptsache, der Weg führt auf den „schönsten Sandhaufen der Welt“! 😉

Weitere Informationen zu der Anreise nach Borkum.

 

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