
Inselschatz Feuerschiff allgemeine Geschichte zum Ort
Das Feuerschiff „Borkum Riff“ ist ein Symbol der Sicherheit der Seefahrt. Einst entscheidend für die Orientierung in den gefährlichen Gewässern rund um Borkum, dient es seit 1989 als Museum und Kulturdenkmal. Die Geschichte der Feuerschiffe am Borkumriff, beginnend 1875, erzählt von der Entwicklung der Navigationshilfen und dem Wandel der Seefahrt. Diese schwimmenden Leuchttürme, einst von mutigen Seeleuten bemannt, leuchteten durch die Nacht und warnten mit Nebelhörnern, um Schiffsunglücke zu verhindern.
Das Nationalparkschiff Feuerschiff „Borkum Riff“ steht exemplarisch für den Wandel von der praktischen Seefahrtshilfe hin zum Bildungsort. Es veranschaulicht, wie lokale Geschichte und Naturbewusstsein global bedeutsam werden können. Durch seinen Erhalt und seine neue Funktion verbindet es die Borkumer Identität mit der weltweiten Bedeutung von Natur- und Kulturerhaltung.
Der letzte Spross dieser Reihe, „Borkum Riff IV“, wurde 1988 stillgelegt und markiert das Ende einer Ära bemannter Feuerschiffe in Deutschland. Siegfried Lenz’ Erzählung und ihre Verfilmungen haben dem Feuerschiff ein literarisches Denkmal gesetzt, seine Geschichte verewigt. Seitdem liegt es im Borkumer Hafen, zugänglich für Besucher und beherbergt eine interessante Ausstellung über schwimmende Leuchttürme sowie umfangreiche Informationen zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Diese neue Rolle unterstreicht die Bedeutung von Naturschutz und kulturellem Erbe.