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Borkums Tierwelt

Borkums Tierwelt

Seit 2009 ist Borkum nicht nur die größte und eine der schönsten Ostfriesischen Inseln, sie darf auch von sich behaupten, im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zu liegen.

In dem Jahr erhielt der beeindruckende Naturraum das Siegel von der Organisation der Vereinten Nationen. Ein Grund für diese besondere Auszeichnung ist vor allem die unglaubliche Vielfalt verschiedenster Tierarten zu Land, im Wasser oder in der Luft, die jährlich zahlreiche Besucher ins Weltnaturerbe, aber auch speziell nach Borkum führen. Mehr als 10.000 Pflanzen- und Tierarten sowie 10 bis 12 Millionen Vögel, die auf ihrer Durchreise Halt auf Borkum und im Wattenmeer machen, sprechen eine beeindruckende Sprache. Welche prominenten tierischen Bewohner finden unsere Gäste denn überhaupt auf Borkum?

Seehunde & Kegelrobben

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Schweinswal

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Seehunde und Kegelrobben

Seehunde sind wohl die bekanntesten Tiere des Wattenmeeres und auch auf Borkum.

Ein Seehund am Borkumer Strand

Die Kegelrobbe ist seit rund 20 Jahren wieder in unseren Gefilden heimisch geworden. Auf Borkum lassen sie sich besonders gut auf der Seehundsbank beobachten, die in den vergangenen Jahren immer näher an den Nord- und ehemaligen Hauptbadestrand gezogen ist. Man meint, sie sind so nah, dass man sie anfassen könnte. Aber ACHTUNG: Generell ist ein Abstand von 300 Metern zu den Tieren geboten. Vor allem in den Sommermonaten von Juni bis August werden die Seehundbabys geboren. In 2020 konnte sich das Niedersächsische Wattenmeer über einen neuen Geburtenrekord bei den Kegelrobben freuen. Bei Zählflügen wurden 372 Jungtiere gezählt.

Sollte sich eines der Tiere mal verirrt haben oder die Mutter ist auf Nahrungssuche, kann es durchaus sein, dass sie am Badestrand aufzufinden wird. Geht der Mensch zu nah ran, nimmt das Seehundbaby („Heuler“) den Geruch des Menschen an und wird von seinen Eltern verstoßen. Ein Transport zur Seehundsstation nach Norddeich wäre die Folge. Deswegen bitte immer ausreichend Abstand halten. Lieber ein paar Meter zu viel als zu wenig.

Schweinswal

Der Schweinswal gehört zu den kleinsten Walarten überhaupt und
ist im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer heimisch.

Der Schweinswal

Auch vor Borkum werden die Meeressäuger häufig gesichtet. Oftmals werden sie mit den Delfinen verwechselt, unterscheiden sich aber vor allem an der Form des Kopfes und der Zähne. Mit einer Größe von bis zu 2,5 Metern und einem Gewicht bis zu 200 Kilo sind sie sehr gut vom Boot aus zu erkennen. Leider ist die einzige Walart Deutschlands vom Aussterben bedroht, besonders die kleinen Populationen ertrinken oftmals in Fangnetzen. Vor Borkum (Borkum-Riffgrund) im Frühjahr und ganzjährig am Sylter Außenriff tummeln sich die Tiere aber stärker als anderswo. Experten vermuten den Schutz durch den Offshore-Windpark.

Vögel

Borkum beheimatet eine Vielzahl von Vögeln,
die sich auf der größten Ostfriesischen Insel pudelwohl fühlen.

Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Besonders im Oktober und November machen viele Zugvögel Rast auf Borkum

Trottellumme, Seeregenpfeifer, Austernfischer und viele, viele mehr, lassen sich hier wunderbar beobachten. Viele von Ihnen sind Bodenbrüter und bauen ihre Gelege auch in touristisch hochfrequentierten Gegenden, wie zum Beispiel am Strand oder in den Dünen. Deswegen ist stets Obach geboten, um die seltenen Populationen aufrecht zu erhalten.
Zu den Zugvogeltagen, die seit 2009 jährlich am zweiten Oktoberwochenende über 9 Tage stattfinden, machen mehrere Millionen Zugvögel und über einhundert verschiedene Arten auf Borkum Rast, um sich für den Weiterflug in wärmere Gefilde zu stärken. Kormorane, Wanderfalken, Basstölpel oder die Graugans locken jährliche tausende Ornithologen an, die sich das besondere Schauspiel nicht entgehen lassen wollen. Mehr Infos zu den Zugvogeltagen gibt es auf der Website des Nationalparks.