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Das Phänomen Meeresleuchten

Ein wunderschönes Naturwunder an Borkums Stränden

von Keno Pauly | 27. Oktober, 2023

In der Nordsee passiert es öfter, das Meer färbt sich wunderschön blau und fängt an zu leuchten. Aber warum ist das so?


Das Meeresleuchten entsteht durch die 0,6 Millimeter große Leuchtalge/Leuchtplankton Nocitluca. Dabei handelt es sich um Einzeller. So bezeichnet man Lebewesen, die nur aus einer Zelle bestehen. Diese Einzeller entsenden durch Berührungsreize (z. B. beim Brechen der Wellen oder bei einem Spaziergang an der Wasserkante) das Licht. Das ganze nennt man Biolumineszenz.

Meeresleuchten am Strand von Borkum

Meeresleuchten bei einem Wellenbrecher Quelle: Marc Basan

Biolumineszenz bedeutet in der Biologie, dass Lebewesen die Fähigkeiten besitzen, sich selbst leuchten zu lassen, wie z. B. Glühwürmchen oder eben die Leuchtalge/Leuchtplankton.

Rosa Leuchtplankton am Tag

Leuchtplankton am Tag Quelle: Daniel_03x

Besonders stark ist das Meeresleuchten, wenn viele von diesen Lebewesen sich an einer Stelle befinden. Wenn Leuchtalgen nur vereinzelt vorkommen, sieht man maximal ein kurzes Aufblitzen im Wasser. Deswegen tritt das Meeresleuchten zumeist im Sommer auf, wenn die Sonneneinstrahlung sehr intensiv ist und es mehrere Tage warm und windstill war. Dann vermehren sich die Leuchtalgen besonders stark. Tagsüber haben die Einzeller allerdings eine trübe, rosa Farbe. Das Leuchten, sagen Wissenschaftler, soll als Schutz vor Feinden dienen, die durch das grelle Licht in die Flucht geschlagen werden.

Meeresleuchten am Strand von Borkum

Meeresleuchten am Ufer Quelle: Marc Basan

Erfahrungsgemäß tritt das Phänomen am Südbad auf der Höhe des Aquariums am stärksten auf. Falls es windstill sein sollte und auf der Nordsee keine Wellen brechen und somit die Algen auch keinerlei Berührungsreizen ausgesetzt sind, spaziert doch einfach mal an der Wasserkante entlang, geht schwimmen oder schmeißt ein wenig Sand ins Wasser. Dies sind die idealen Bedingungen, um das Wasser wunderschön glitzern zu sehen.

Aber bitte passt beim Baden auf, da die Strände nachts nicht von der DLRG bewacht werden und man die Strömung ganz schnell unterschätzen kann.

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